Login

Die Termine für das Jahr 2017 finden Sie unter "Aktivitäten/Termine". Sollte Ihr für Haby wichtiger Termin fehlen, sagen Sie kurz der Bürgermeisterin Bescheid...

Die erste nachweisbare, urkundliche Erwähnung von Haby führt in das Jahr 1283 zurück. Es ist jedoch davon auszugehen, dass diese Flur schon viel früher, wenn auch aufgelockert, besiedelt war. Die Siedlungsform des Dorfes als Rundling, wie sie auch heute noch - trotz erheblicher Zubauten in den letzten Jahren - erkennbar bewahrt wurde, war für das Hochmittelalter typisch.

Die Bedeutung des Namens Haby, das in der erwähnten Urkunde Hagebe, später u. a. auch Habuy und Habue, hieß, läßt mehrere Erklärungen zu. So ist der Bezug auf den altdänischen Rufnamen Haki ebenso denkbar wie auf Hag, das Umzäunung bedeutete. Sind die Unterlagen über die frühe Neuzeit insgesamt auch spärlich, so können doch viele Namen damaliger Ortsansässiger sowie Besitzerfolgen ab Mitte des 16. Jahrhunderts nachgewiesen werden. In dieser Zeit sollen 7 Voll- und ein Halbhufner das Leben im Dorf bestimmt haben.

Besonderen Einfluss auf die Verhältnisse im Dorf nahm dann zweifellos der Oberlandmesser und Oberlandinspektor Johann Bruyn, der auftragsgemäß auch die Habyer Flur vermaß, sie 1777 kartographisch erfasste, das Land hinsichtlich Ertrag bewertete und einvernehmlich mit den Besitzenden im Rahmen der 'Verkopplung' neu zuteilte. Das Erdbuch von 1779 wies 4 Voll-, 5 Halb- und 3 Drittelhufner aus. Diese Unterlagen werden heute im Landesarchiv in Schleswig verwahrt. Kurz danach hatte Haby bereits ein ausgewiesenes erstes Schulgebäude, das auch heute noch, zu einem Wohngebäude umgebaut, existiert. Lehrer Callsen berichtete 1812 mit einer baulichen Grundrisszeichnung ausführlich über diese Schule, seine 44 Schüler, seine Vorgänger als Lehrer und über das Dorf im Allgemeinen.

Das erste verwertbare Ergebnis einer Volkszählung stammte aus dem Jahr 1803 und wies damals 33 Familien mit insgesamt 178 Bewohnern aus. Eine Reisebeschreibung etwa aus dieser Zeit stellte schon damals die Bevölkerung des Dorfes als besonders freundlich heraus. Diese Einwohnerzahl erhöhte sich im Verlauf von etwa 140 Jahren bis zum Ende des II. Weltkrieges relativ unwesentlich. Zahlreiche Brände trugen immer wieder zu bedeutenden Veränderungen im Dorf bei . Besonders traf dies auf die Katastrophe vom 25. Mai 1865 zu, bei der 4 Häuser und 5 Scheunen abbrannten und von der Habe der Bewohner nur wenig gerettet wurde. Sie siedelten anschließend überwiegend neu außerhalb des Dorfkerns.

Aussagen, Dokumente und Pläne über die bewegte Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts auch in diesem kleinen Dorf werden zur Zeit gesammelt, archiviert und ausgewertet. Sie sind schon jetzt recht umfangreich und können durchaus einmal die Grundlage für die umfassende Erarbeitung einer Dorfchronik bilden. So wird z. B., neben Einflüssen von außen, über innerdörfliche Veränderungen im Agrarbereich, die Einführung der elektrischen Energie und deren Folgen, über Straßenbau im Dorf, das Siedlungswesen, die Veränderung der Berufsbilder und des dörflichen Erwerbslebens, über die Schließung der Schule und den Fortgang des Lehrers als wesentlichen Kulturträger, aber auch über die allgemeine Entwicklung des sozialen Gefüges, über das stets rege, gesellige Leben und über prägende Persönlichkeiten im Dorf zu berichten sein.

Über Jahrhunderte jedoch wird, wohl kaum verändert, der Reiz der das Dorf umgebenden Landschaft Generationen von Bewohnern in gleicher Weise fasziniert und an ihre Heimat gebunden haben.